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Bewegungsunschärfe


Bei Sportaufnahmen oder generell bei Aufnahmen von bewegten Motiven sieht man oft, dass der Hintergrund komplett scharf abgebildet ist. Doch das muss nicht immer so sein, mit einer bestimmten Technik kann man Dynamik ins Bild bringen. Die folgenden Zeilen sollen ein Anstoß sein, wie man ganz einfach "bewegte" Bilder ablichten kann. Vorraussetzung dafür ist eine Kamera mit manueller Verschlusszeiteinstellung.

Die Verschlusszeit macht's

Oft denkt man, man müsse bei der Aufnahme von bewegten Objekten eine möglichst kurze Verschlusszeit wählen - Das ist auch so, wenn man dass ganze Bild möglichst scharf haben möchte. Doch will man Bewegungsunschärfe in das Bild bekommen, sollte man eine eher lange Verschlusszeit auswählen. Meiner Erfahrung nach bekommt man gute Ergebnisse mit 1/50 Sekunde bis 1/25 Sekunde. Je nach dem ob sich das Motiv schnell oder langsam bewegt, ist auch die Verschlusszeit zu wählen. Handelt es sich um ein langsam bewegtes Motiv, wähle eine noch längere Verschlusszeit, handelt es sich um ein schnell bewegtes Motiv, wähle keine extrem lange Verschlusszeit. Doch eine lange Verschlusszeit alleine macht noch keine Bewegungsunschärfe, im nächsten Absatz erfährst du wie du Bewegung ins Bild bringst.

Bewegung ins Bild bringen

Es hört sich in der Theorie ganz einfach an, Bewegungsunschärfe ins Bild zu bringen. Doch die Praxis weicht wie so oft weit von der Theorie ab. Wie gesagt, die Theorie ist denkbar einfach: Du musst lediglich mit der Kamera während des Aufnahmeprozesses mit dem Hauptmotiv, welches später scharf sein soll, mitschwenken - und zwar in derselben Geschwindigkeit, in der sich das Motiv bewegt. Versuche, das Motiv möglichst in der Bildmitte zu halten und die Kamera weder zu schnell noch zu langsam mitzubewegen. So weit so gut, die Theorie ist einfach. Doch in der Praxis wirst du etliche Versuche benötigen, bis das gewünschte Ergebnis vorhanden ist.

Der richtige Fokuspunkt

Es ist sehr schwierig, den Autofokus auf ein sich bewegendes Motiv anzuwenden, besonders wenn sich das Motiv sehr schnell bewegt. Daher ist es ratsam, einen fixen Fokuspunkt manuell zu wählen - Sofern deine Kamera das unterstützt. Auch sollte die Kamerabewegung möglichst parallel zum Motiv erfolgen, da du sonst in Gefahr läufst, das Motiv unscharf abzubilden. Achte auch darauf, das die Kamerabewegung nicht abbricht, während du den Auslöser drückst. Mehr Tipps kann man dazu nicht mehr geben, da hilft nur ausprobieren, ausprobieren und nochmal ausprobieren, bis das Ergebnis passt. Es ist in der Praxis leider wirklich nicht ganz so einfach, wie es sich am Papier anhört, doch mit ein bisschen Übung schafft man das. Viel Spaß beim ausprobieren!

Beispiel Fahrradfahrer:

Mit Bewegungsunschärfe:

Beispiel Fahrradfahrer mit Bewegungsunschärfe

Foto: Katrin Bugovsky